Kopf- und Halschirurgie

Informationen zu Zahn- und Kieferchirurgie entnehmen Sie bitte dem Punkt Zahnmedizin.

Kehlkopfpfeifferoperation

Beim Kehlkopfpfeiffen handelt es sich um eine meist einseitige Lähmung des Nervus laryngeus recurrens. Die Lähmung führt zu einer Atrophie (Verkümmerung) der Kehlkopfmuskulatur und damit zum Einsinken des Stellknorpels in das Kehlkopflumen und zur Erschlaffung der Stimmfalte. Klinisch wird das Kehlkopfpfeiffen durch ein typisches inspiratorisches Atemgeräusch charakterisiert. Je nach Schweregrad der Lähmung kommt es durch mangelhafte Sauerstoffversorgung auch zu einer deutlich verminderten Leistungsbereitschaft, welche die sportliche Nutzbarkeit erheblich einschränkt.

Die bei uns angewandte Operationstechnik gliedert sich in zwei Abschnitte. Im ersten Schritt wird unter Vollnarkose in Seitenlage der Kehlkopf frei präpariert, dann wird mit Hilfe eines Fadens der Stellknorpel in einer Position fixiert, in der er das Lumen nicht mehr einengt. Anschließend wird die Wunde durch eine Unterhaut- und Hautnaht verschlossen. Im zweiten Schritt wird das Pferd in Rückenlage gebracht und der Kehlkopf eröffnet (Laryngotomie), um die gelähmte Stimmtasche, welche aus einer Schleimhautfalte besteht, zu entfernen. Da diese Wunde über den eröffneten Kehlkopf mit der unsterilen Maulhöhle verbunden ist, bleibt sie offen und verheilt komplikationslos innerhalb von zwei Wochen.

Kopper-Operation

Das Koppen wird als eine Unart des Pferdes angesehen und führt neben einer oftmals erhöhten Kolikanfälligkeit auch zu Problemen bei einem eventuellen Verkauf des Pferdes. Bei der Kopper-Operation wird an der Unterseite des Halses ein Teil des Muskels entfernt (Myektomie), der den Mechanismus des Koppens auslöst. Kombiniert wird dies zusätzlich mit einer Neurektomie (Nervenschnitt) des den betreffenden Muskel versorgenden Nerven. Nach zehn Tagen können die Hautfäden entfernt und das Training wieder aufgenommen werden.